Lebensmittelmotten

Kommen Lebensmittelmotten von draußen?

Lebensmittelmotten kommen meist mit dem Einkauf ins Haus – manchmal aber auch durchs offene Fenster. Hier erfährst du, warum sie hereinfliegen und wie du sie draußen hältst.

Kommen Lebensmittelmotten von draußen?

Du hast Lebensmittelmotten in der Küche und fragst dich, woher sie kommen? Meist stecken sie schon im Einkauf. Sie können aber auch von draußen hereinfliegen. Hier erfährst du, warum Lebensmittelmotten ins Haus kommen, welche Arten das sind und wie du sie fernhältst.

Das Wichtigste in Kürze
  • Lebensmittelmotten können von draußen durch Fenster, Türen und Lüftungsschlitze hereinkommen – meist werden sie aber mit befallenen Lebensmitteln eingeschleppt.
  • Sie folgen dem Duft offener Lebensmittel und künstlichem Licht, vor allem in den warmen Monaten.
  • Insektenschutzgitter, luftdichte Vorratsdosen und regelmäßiges Putzen halten sie fern.

Kommen Lebensmittelmotten von draußen rein?

Ja, das ist durchaus möglich. Die meisten Lebensmittelmotten werden zwar mit bereits befallenen Lebensmitteln eingeschleppt. Sie können aber auch durch offene Fenster, Türen oder Lüftungsschlitze hereinkommen. Besonders in den warmen Monaten, wenn die Motten draußen aktiv sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie ins Haus fliegen und sich in deinen Vorräten niederlassen.

Warum kommen Lebensmittelmotten von draußen rein?

  • Nahrungssuche: Das ist der Hauptgrund. Motten, besonders die Dörrobstmotte, werden vom Geruch offener Lebensmittel angelockt, der durch Fenster oder Türen nach draußen dringt.
  • Licht: Viele Mottenarten fliegen auf künstliches Licht.
  • Eiablage: Die Weibchen suchen einen geschützten Ort für ihre Eier – Innenräume bieten dafür oft ideale Bedingungen.

Welche Arten von Lebensmittelmotten gibt es?

Art Bevorzugt Besonderheit
Dörrobstmotte Trockenfrüchte, Nüsse, Müsli, Schokolade häufigste Lebensmittelmotte
Mehlmotte Mehlprodukte wie Weizen- und Maismehl Larven fressen sich durch Papier und Plastik
Speichermotte Getreide, Tabak, Nüsse, Hülsenfrüchte mag dunkle, trockene Orte

Dörrobstmotte

Die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) ist die häufigste Lebensmittelmotte. Sie bevorzugt Trockenfrüchte, Nüsse, Müsli und Schokolade. Die Falter legen ihre Eier in Lebensmittel, die geschlüpften Larven fressen sich durch Verpackungen und hinterlassen klebrige Gespinste. Vor allem in der warmen Jahreszeit kann sie auf Nahrungssuche von draußen hereinkommen.

Mehlmotte

Die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) bevorzugt Mehlprodukte wie Weizen- und Maismehl. Ihre Larven fressen sich durch Papier- und Plastikverpackungen – das macht einen Befall besonders hartnäckig. Auch sie kann auf der Suche nach neuen Nahrungsquellen durch offene Fenster oder Türen ins Haus gelangen.

Speichermotte

Die Speichermotte (Ephestia elutella) findest du vor allem in Lagerhäusern und Vorratskammern. Sie ernährt sich von Getreide, Tabak, Nüssen und Hülsenfrüchten und bevorzugt dunkle, trockene Orte. Auch sie kann durch ungesicherte Zugänge wie Lüftungsschlitze oder offene Fenster hereinkommen und sich in passenden Lebensmitteln einnisten.

Jede Art hat eigene Vorlieben, aber alle lassen sich von Nahrungsduft und günstigen Bedingungen ins Haus locken. Alle sieben Mottenarten im Detail findest du im Mottenarten-Steckbrief. Kleine dunkle Falter in der Küche? Dann lies auch Kleine schwarze Motte in der Wohnung.

So hältst du Lebensmittelmotten draußen

  • Insektenschutzgitter: Feinmaschige Gitter an Fenstern und Türen verhindern, dass Motten hereinfliegen.
  • Luftdicht lagern: Bewahre alle trockenen Lebensmittel in luftdichten Behältern auf, damit die Motten im Haus keine Nahrung finden.
  • Regelmäßig reinigen: Wische Vorratsschränke regelmäßig aus und lass keine Krümel liegen.
  • Einkauf prüfen: Weil die meisten Motten mit Lebensmitteln ins Haus kommen, schau dir Packungen auf Löcher und Gespinste an.

Hinweis zu Hausmitteln: Lavendel oder Nelken an Fenstern und Türen können Falter kurzfristig abschrecken, beenden aber keinen Befall. Wenn du Schlupfwespen einsetzt, verzichte darauf – starke Düfte und ätherische Öle stören die Nützlinge. Mehr dazu: Hausmittel gegen Motten.

Wenn die Motten schon drin sind

Sind die Motten schon in deinen Vorräten, reicht Fernhalten nicht mehr. Entsorge befallene Lebensmittel, sauge den Schrank aus und wische ihn mit Essigwasser nach. Die winzigen Eier in Ritzen erwischst du dabei aber nie alle. Hier setzen Schlupfwespen an: Die winzigen Nützlinge legen ihre Eier in die Motteneier – statt einer Motte schlüpft eine neue Schlupfwespe. Wo du nach dem Nest suchen solltest, zeigt Lebensmittelmotten-Nest finden.

Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten

Setzen bei den Motteneiern an, auch in Ritzen, die du beim Putzen nicht erreichst – ohne Insektizide in der Küche. 4 Lieferungen über rund 8 Wochen. Aus deutscher Zucht.

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Fazit: Lebensmittelmotten kommen auch von draußen

Lebensmittelmotten wie die Dörrobstmotte können durchaus von draußen ins Haus gelangen – angelockt durch offene Fenster und Türen und den Duft von Lebensmitteln. Insektenschutzgitter, richtige Lagerung und regelmäßiges Putzen verhindern, dass sie sich bei dir einnisten. Wichtig ist, dranzubleiben und deine Vorräte regelmäßig zu kontrollieren. Die komplette Anleitung bei Befall findest du in Lebensmittelmotten bekämpfen in 4 Schritten.

Häufige Fragen

Wie kommen Lebensmittelmotten meistens ins Haus?

Meist mit dem Einkauf: Eier oder junge Larven stecken schon in der Packung. Seltener fliegen die Falter durch offene Fenster, Türen oder Lüftungsschlitze herein.

Wann fliegen Lebensmittelmotten von draußen herein?

Vor allem in den warmen Monaten, wenn die Motten draußen aktiv sind. Offene Lebensmittel und künstliches Licht locken sie an.

Helfen Fliegengitter gegen Lebensmittelmotten?

Feinmaschige Insektenschutzgitter halten Falter von draußen fern. Gegen Motten, die schon mit Lebensmitteln ins Haus gekommen sind, helfen sie nicht.

Ist eine einzelne Motte schon ein Befall?

Nicht unbedingt – sie kann zufällig hereingeflogen sein. Schau trotzdem in den Vorratsschrank. Findest du Gespinste oder Larven, solltest du handeln.

Werner Ackermann
Werner Ackermann
Entomologe mit über 20 Jahren Erfahrung. Er teilt sein Wissen im anwerk Magazin, um ein Bewusstsein für nachhaltige Schädlingsbekämpfung zu schaffen.