Schädlingslexikon

Mäuse im Haus: Anzeichen & was hilft

Rascheln in der Wand, kleine dunkle Krümel im Schrank: Mäuse verraten sich durch ihre Spuren. So erkennst du einen Befall, verschließt die Eingänge und wirst die Tiere wieder los.

Mäuse im Haus: Anzeichen & was hilft

Wird es draußen kalt, suchen Mäuse ein warmes Quartier – und finden es gern in Kellern, Garagen und Küchen. Eine einzelne Maus bleibt selten allein. Deshalb lohnt es sich, schnell zu handeln.

Das Wichtigste in Kürze
  • Mäusekot ist das sicherste Zeichen: 3–6 mm lang, dunkel, spindelförmig.
  • Mäuse passen durch Öffnungen kaum dicker als ein Bleistift. Eingänge zu schließen ist der wichtigste Schritt.
  • Kot und Nester nie trocken aufkehren – befeuchten, Handschuhe und Maske tragen.
Häufigste Art Hausmaus (Mus musculus)
Größe Körper ca. 7–11 cm, Schwanz etwa genauso lang
Kot 3–6 mm, dunkel, an den Enden spitz
Aktiv vor allem nachts, ganzjährig; im Herbst zieht es sie ins Haus
Frisst fast alles: Getreide, Vorräte, Tierfutter, Samen
Risiko Fraß- und Nageschäden, Verunreinigung, mögliche Krankheitserreger

Woran erkennst du Mäuse?

  • Kot entlang von Wänden, in Schränken und hinter Geräten
  • Nagespuren an Verpackungen, Kabeln, Holz oder Dämmmaterial
  • Geräusche nachts in Wänden, Decken oder hinter Möbeln
  • Geruch nach Ammoniak bei stärkerem Befall
  • Nester aus zerkleinertem Papier, Stoff oder Dämmwolle

So wirst du Mäuse los

  1. Futter wegnehmen. Vorräte und Tierfutter in dicht schließende Dosen, Krümel wegsaugen, Mülleimer mit Deckel.
  2. Eingänge finden und schließen. Rohrdurchführungen, Lüftungsschlitze, Spalten an Türen und im Mauerwerk mit Stahlwolle, Metallgitter oder Mörtel dicht machen. Weiches Material nagen Mäuse einfach durch.
  3. Fallen aufstellen. Lebendfallen oder Schlagfallen entlang der Laufwege an der Wand. Lebendfallen täglich kontrollieren und die Mäuse weit genug entfernt aussetzen.
  4. Giftköder nur mit Vorsicht. Wenn überhaupt, dann nur in verschlossenen Köderstationen – unerreichbar für Kinder und Haustiere. Bei größerem Befall ist ein Fachbetrieb die bessere Wahl.

Wichtig: sicher sauber machen

Mäusekot und -urin können Krankheitserreger enthalten. Vor allem Rötelmäuse in ländlichen Gegenden können Hantaviren übertragen, die über aufgewirbelten Staub eingeatmet werden. Deshalb: vorher gut lüften, Kot und Nester mit Wasser und Spülmittel befeuchten, mit Einweghandschuhen und einer Atemschutzmaske (FFP2 oder besser) aufnehmen und im verschlossenen Beutel in den Hausmüll geben. Nicht trocken fegen oder saugen.

Häufige Fragen

Wie viele Mäuse sind es, wenn ich eine sehe?

Meist mehr als eine. Hausmäuse leben in Familiengruppen und vermehren sich schnell. Achte auf frischen Kot, um einzuschätzen, wie groß der Befall ist.

Maus oder Ratte?

Mäusekot ist 3–6 mm lang, Rattenkot 1–2 cm. Auch die Tiere unterscheiden sich deutlich: Ratten sind viel größer und haben einen dicken, schuppigen Schwanz. Mehr dazu: Ratten erkennen.

Helfen Ultraschallgeräte?

Viele Mäuse gewöhnen sich schnell daran. Verlass dich nicht allein darauf – Eingänge schließen und Futter wegnehmen wirkt nachhaltiger.

a
anwerk Redaktion
Das Team hinter anwerk. Wir beschäftigen uns jeden Tag mit Motten, Schädlingen und Nützlingen im Haushalt.