Schädlingslexikon

Ratten an Haus & Garten: erkennen und handeln

Ratten sind vorsichtig, klug und können Krankheiten übertragen. Hier erfährst du, woran du sie erkennst, was sie anlockt und warum du bei Ratten nicht lange allein herumprobieren solltest.

Ratten an Haus & Garten: erkennen und handeln

Eine Ratte im Garten ist noch kein Grund zur Panik – Ratten gehören in Städten und auf dem Land zum Alltag. Tauchen sie aber regelmäßig auf, im Keller oder sogar im Haus, solltest du handeln. Und zwar gründlich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Bei uns ist fast immer die Wanderratte unterwegs: Körper 20–27 cm, dazu ein etwas kürzerer, schuppiger Schwanz.
  • Rattenkot ist 1–2 cm lang – deutlich größer als Mäusekot.
  • In vielen Gemeinden gilt eine Meldepflicht für Rattenbefall. Die Bekämpfung gehört meist in die Hände eines Fachbetriebs.
Häufigste Art Wanderratte (Rattus norvegicus)
Größe Körper ca. 20–27 cm, Schwanz etwas kürzer
Kot 1–2 cm, dunkel, oft in Gruppen
Lebt Kanalisation, Keller, Schuppen, Komposthaufen, Uferböschungen
Frisst fast alles, besonders Essensreste und Tierfutter
Risiko Nage- und Fraßschäden, Übertragung von Krankheitserregern

Woran erkennst du Ratten?

  • Kot in Gruppen entlang der Laufwege
  • Laufspuren und Schmierspuren an Wänden und Kanten, wo das Fell entlangstreift
  • Löcher und Gänge im Erdreich, unter Terrassen, am Kompost oder an Fundamenten
  • Nagespuren an Holz, Kunststoff, Kabeln und Mülltonnen
  • Geräusche nachts in Zwischendecken oder im Keller

Was lockt Ratten an?

Ratten folgen dem Futter. Typische Magneten sind Essensreste im Kompost, offene Mülltonnen, Vogelfutter am Boden, Tierfutter im Freien und Speisereste, die über die Toilette in die Kanalisation gelangen. Wer diese Quellen abstellt, nimmt Ratten die Grundlage.

Was tun bei Ratten?

  1. Futterquellen abstellen. Keine Essensreste in Kompost oder Toilette, Mülltonnen geschlossen halten, Vogelfutter nur in Futterhäuschen ohne Bodenstreu.
  2. Zugänge sichern. Kellerfenster mit Gittern versehen, Löcher im Mauerwerk mit Mörtel oder Metall verschließen, Rückstauklappen prüfen lassen.
  3. Behörde informieren. Frag bei deinem Ordnungs- oder Gesundheitsamt nach, ob in deiner Gemeinde eine Meldepflicht gilt.
  4. Fachbetrieb beauftragen. Viele wirksame Rattenköder dürfen nur von Fachleuten mit Sachkunde ausgebracht werden. Ratten sind zudem sehr vorsichtig und meiden neue Gegenstände – ein Profi kennt die Tricks.

Sauber machen: Rattenkot und -urin niemals trocken aufkehren. Befeuchten, mit Handschuhen und Atemschutzmaske aufnehmen, in einem verschlossenen Beutel entsorgen.

Häufige Fragen

Ist eine Ratte im Garten schon ein Befall?

Einzelne Ratten tauchen immer mal wieder auf. Siehst du sie regelmäßig, auch tagsüber, oder findest du Kot und Gänge, deutet das auf einen Befall hin.

Sind Ratten gefährlich?

Ratten können Krankheitserreger wie Leptospiren oder Salmonellen übertragen – über Kot, Urin oder verunreinigte Lebensmittel. Direkten Kontakt solltest du vermeiden.

Maus oder Ratte?

Die Größe verrät es: Ratten sind deutlich größer, ihr Kot ist 1–2 cm lang. Mehr zu Mäusen: Mäuse im Haus.

a
anwerk Redaktion
Das Team hinter anwerk. Wir beschäftigen uns jeden Tag mit Motten, Schädlingen und Nützlingen im Haushalt.